A life of happiness and fulfillment – Der Praxischeck

Inzwischen lerne ich schon die 5 Woche im Happiness MOOC und habe viel über Glück und Glücklich sein gelernt. Ich habe verstanden, dass ein guter Lebensstil (ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung…) das Glücklich sein fördert.

Überrascht haben mich die vielen fundierten Studien, die beigebracht wurden, in deren Rahmen wirklich überprüft wurde, wie sich verschiedene Lebenshaltungen auf unsere Gesundheit, die Qualität unserer Entscheidungen etc. auswirken.

Im kleinsten habe ich für mich erkannt, dass es die Dinge und vor allem Gedanken sind mit denen wir uns umgeben, die dann auch massive Auswirkungen auf unser Glücklich sein haben. Umgeben wir uns mit Negativ-Nachrichten, begeben uns inSituationen mit vorhersehbaren Negativ-Output dann folgt die Energie ebenso dieser Aufmerksamkeit.

Im Happiness MOOC hören wir auch ganz viel über Strategien, wie wir mit den “Todsünden” umgehen. Eine davon ist der Umgang mit schlechten Situationen im Alltag. Die Strategie nennt sich Verantwortung übernehmen für das eigenen Glücklich sein. Also ich muss mir die Frage stellen, “Kann ich Glücklich sein, wenn Tage schlecht laufen; wenn es in der Arbeit nicht gut läuft; Menschen meine Erwartungen nicht erfüllen; kann ich diese Erfahrungen labeln in Etwas, das mein persönliches Glück nicht beeinträchtigt?”  Dr. Happy erzählte da auch von seinen eigenen Erfahrungen und dass er auch nach 10 Jahren hartem Training ab und an daran scheitert und Negativität wie eine Welle über ihm zusammenschlägt.

Ich selbst stelle fest, dass mich gerade so Alltagsgeschichten oft sehr belasten, Missverständnisse, schlecht laufende E-Mail-Konversationen etc. Das Labeling dieser Situationen gelingt nicht und ich merke, dass ich es nur an der Oberfläche tue und es in mir drin weiter brodelt – aber gewaltig. Dieses Brodeln führt irgendwann zu einem Überdruck und den bekommen dann gerade die Menschen ab, die ihn am wenigsten verdienen – doof.

Eine andere Todsünde heißt “Distrusting others”. Wir neigen aufgrund unserer evolutionären Geschichte dazu, eher zu misstrauen als zu vertrauen. Hat damit zu tun, dass zu Urzeiten unser Überleben u.a. von zwei wichtigen Faktoren abhing – nämlich dem Vertrauen in andere Menschen – um ein soziales Gefüge bilden zu können, das überlebensfähig ist. Gleichzeitig war es aber ebenso wichtig zu misstrauen um nicht in lebensbedrohliche Situationen zu geraten (Raubtiere, feindliche Stämme etc.).

Mein Problem (so glaube ich zumindest) ist weniger das Misstrauen, das ich anderen Menschen entgegen bringe, sondern vielmehr, das breite und oft uneingeschränkte Vertrauen. Ich gehe zumeist davon aus, dass andere Menschen mir genauso offen und ehrlich begegnen, wie ich ihnen. Diese Erwartungshaltung führt gezwungenermaßen zu Enttäuschungen und Verletzungen. Gut aus Enttäuschungen und Verletzungen kann gelernt werden. Das sagt auch Dr. Happy, nämlich indem man solche Menschen nach derartigen Erfahrungen meidet bzw. so dies nicht möglich, ihnen zumindest nicht mehr das gleiche Maß an Vertrauen schenkt.

Was ich nicht gut kann, ist Beziehungen unterscheiden. Eine Arbeitsbeziehung ist nunmal keine Freundschaft und unterliegt gewissen Richtlinien (zumeist gesetzlichen). Kommt man Menschen in einem Arbeitsumfeld allerdings mal nahe, dann kann es sein, dass man meint Grenzen zur Freundschaft verschwimmen. Das tun sie allerdings in der Regel nicht und dessen muss (vor allem) ich mir bewusst werden, ansonsten wird mich meine Erwartungshaltung immer wieder in die Straße der Enttäuschungen führen und das möchte ich zukünftig wenn möglich vermeiden.

Im Praxistest erkenne ich, dass viele der Happiness Sins auf mich zutreffen, manche etwas verändert, als im MOOC dargestellt, aber im Großen und Ganzen sind sie da und sie treffen im Moment eher ungebremst mein alltägliches Leben. Die Belastungen dadurch treten, seit ich im MOOC lerne für mich sehr deutlich zutage, da ich auch verstehe wo sie herkommen, denn es ist einfach keine plötzliche Traurigkeit, die mich erfasst, wie ich bis vor kurzem immer dachte sondern sie hat konkrete Ursprünge und denen kann entgegengewirkt werden.

Das ist jetzt ein langer Beitrag und er ist auch nicht wissenschaftlich fundiert – das macht aber im Augenblick gar nichts, denn ich gehe jetzt erst Mal einen Schritt nach dem anderen. In diesem MOOC geht es mir nicht um die wissenschaftliche Expertise sondern um mein persönliches Glücklich sein, dem ich auf die Spur kommen möchte.

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About Erika on Tour

Erika Pernold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZML-Innovative Lernszenarien der FHJOANNEUM und zertifizierte E-Moderatorin nach Gilly Salmon. Sie betreut Online-Gruppen in Lern- und Austauschprozessen.
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